Direkt zum Hauptbereich

Tipp Nr. 9: Inhaltsverzeichnis erstellen - z.B. mit Jutoh

Ein Inhaltsverzeichnis ist bei eBooks mittlerweile Standard. Bevor ihr jetzt aber ganz furchtbare Verrenkungen vollführt, um in eurer Word-Datei ein Inhaltsverzeichnis anzulegen, sage ich euch klipp und klar: Lasst es bleiben! Wenn ihr ein Konvertierungs-Programm wie z.B. Calibre oder Jutoh benutzt, könnt ihr das viel schneller bequemer auf diesem Weg erledigen. 
Um .epubs zu erstellen benutze ich seit einigen Monaten Jutoh. Dieses Programm hat den großen Vorteil, dass man in die bereits fertige Datei schreiben kann. Wenn man z.B. merkt, dass im Impressum die ISBN fehlt, kein Problem. Auch im bereits fertig angelegten Inhaltsverzeichnis kann man noch Änderungen vornehmen. Dieses doofe "Table of Contents" - was in einem deutschen Buch eigentlich nichts zu suchen hat - könnt ihr einfach durch "Inhalt" etc. ersetzen. 

Um ein Jutoh Handbuch zu veröffentlichen, ist dieser Blog natürlich der falsche Ort. Außerdem können andere so was garantiert sehr viel besser. Was ich aber kann, ist, euch Tipps zu geben. Mein heutiger Tipp wird euch vor den Kopfschmerzen bewahren, die schon einige meiner Kollegen hatten - mich übrigens eingeschlossen. 
Eines möchte ich kurz vorweg schicken: Es gibt viele Wege, wie man eBooks formatieren kann. Ich kann nur über den Weg sprechen, der für mich am Besten funktioniert. (Ich arbeite übrigens mit MacIntosh, auf einem alten Powerbook G4). 
So praktisch Jutoh ist, so hat es doch wie viele Programme die Angewohnheit seine Benutzer gängeln zu wollen. Fallt nicht darauf rein. Wenn Jutoh euch vorschlägt "Ungenutztes" zu entfernen, solltet ihr dies genauso wenig tun, wie Jutoh erlauben seine Formatierung anzuwenden. (Außer ihr wollt das ausdrücklich). Denn wenn ihr "Ungenutztes" entfernen lasst, habt ihr z.B. plötzlich keine Leerzeilen mehr in eurem Buch.
Um ein Inhaltsverzeichnis mit Jutoh zu erstellen, sollte man den "Table of Content Wizzard" benutzen. Das rät Jutoh und diesmal hat das Programm recht. Auf dem Screenshot seht ihr einen der vorbereitenden Schritte für das Anlegen des Inhaltsverzeichnisses.


Ich lasse Jutoh die Datei nach Seitenumbrüchen "Split at page breaks" und nicht nach, vorher im Manuskript definierten, Überschriften trennen. So bekomme ich sämtliche Sektionen ins Inhaltsverzeichnis, auch die die keine Überschriften haben, wie z.B. das Impressum.
Da ich will, dass meine Formatierungen erhalten bleiben, mache ich das Kreuz in der zweiten Position, und dann geht's zum nächsten Schritt und der ist eigentlich selbsterklärend.
Eine wichtige Sache: wollt Ihr Euer .epub auch bei KDP hochlanden und dort umwandeln lassen, müsst Ihr noch einmal in den Menüpunkt "Edit" (auch "Project Properties") gehen - dort bearbeitet Ihr auch die Metadaten und startet den "Wizzard". Geht zu auf "Confiurations" und klickt in dem Menü in das Kästchen "Generate Guide". Wenn Ihr das nicht tut, funktioniert Euer IHV nicht in der .mobi-Datei.

Jutoh bekommt man übrigens für 28,- Euro zzgl UmSt. Unter diesem Link kann man sich das Programm zu Testzwecken runter laden (Mac OSX, Windows und Linux).

Kommentare

Eva Roth hat gesagt…
Vielen Dank für die Tipps!
Bin Buchautorin und meine ersten EBooks stehen an.

Beliebte Posts aus diesem Blog

Aus dem Alltag einer Autorin

"Ja, ich kann vom Schreiben leben", sagt die Autorin Petra Schier, in ihrem lesenswerten Blogbeitrag und beantwortet damit die Frage, die wohl jeder Autor von neugierigen Mitmenschen gestellt bekommt.

Mir kommt es dabei fast so vor, als würde man mit einem Stoßseufzer und einem "leider, nein" rechnen, damit man den klugen Rat, sich doch einen "richtigen Beruf" zu suchen, anbringen kann. 
Autoren, die tatsächlich von ihrem Beruf leben können, sind ein Kuriosum. Neugierige Fragen müssen wir als "Interesse am Autor" hinnehmen. Warum eigentlich?

Petra Schier schreibt dazu auf ihrem Blog: 
Mal ganz ehrlich: Wie würdet ihr euch fühlen, wenn ich (oder besser noch irgendwer, den ihr überhaupt nicht kennt) euch fragen würde, ob ihr von eurem Job leben könnt oder sogar, wie viel ihr denn so im Monat verdient. Würdet ihr das so einfach öffentlich sagen? Ja? Dann gehört ihr aber zu einer Minderheit, denn die meisten von euch würden jetzt wohl geantwortet haben:…

… vom großen Jammern und von Fakten – eBook-Piraterie

Seit zwei Tagen macht auf Facebook ein "Kettenbrief" die Runde, in dem in sehr emotionalen Worten an die Leser appelliert wird, keine eBooks von illegalen Seiten downzuloaden.  Es wird behauptet, dass immer mehr Autoren aufgeben würden.  Ob das stimmt mag ich nicht beurteilen. Ich frage mich allerdings, warum man etwas kampflos aufgeben sollte, dass einen als Menschen prägt und das einen großen Raum im Leben einnimmt. Ich bin Autorin und ich bleibe Autorin. So etwas legt man nicht einfach ab und macht stattdessen: "Mimimi, jemand hat mein Buch geklaut, jetzt höre ich auf zu schreiben".  Man kämpft für das, was man liebt und zieht nicht den Schwanz ein.

Zum Nutzen dieser gut gemeinten Appelle möchte ich an dieser Stelle nichts sagen. Der Hohn und Spott, der Autoren in den Foren entgegen schallt, die sich dort äußern, spricht für sich. "Bestenfalls" führen solche Äußerungen zu einem Feature auf der Startseite des jeweiligen Portals und zu massiv erhöhten Downlo…

Self Publishing und die (Umsatz & US-)Steuer

Vor einiger Zeit hatte ich bereits einen kleinen Beitrag zum Thema Self Publishing und Steuerngepostet. In dem Blogpost ging es allerdings nur um Einkommenssteuer. Da es aber auch SP gibt, die umsatzsteuerpflichtig sind, kommen hier einige Ergänzungen und nützliche Links, die Wolma Krefting dankenswerterweise zusammengetragen hat. Mein Dank geht an dieser Stelle auch an meinen Steuerberater, den ich zu den Zahlungen von Create Space befragt habe. 
Vorab gibt es von mir einige Zeilen zum Verkauf von eBooks und TB außerhalb Europas. Alles, was z. B. über amazon.com verkauft wird, unterliegt in den USA der Einkommenssteuer. Dies trifft auch zu, wenn Ihr Eure Create-Space-Bücher nicht nur über Amazon-Europe verkauft. Und sofern Ihr keine US-Steuernummer (ITIN oder EIN) habt, behalten Amazon, CS oder auch iBooks automatisch 30 % Steuern ein. Auf diesemBlog könnt Ihr genau nachlesen, wie Ihr vorgehen müsst, um eine US-Steuernummer zu bekommen. Unbedingt auch die Kommentare lesen! Wenn es u…