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Quellenangabe: eRecht24


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Self Publisher wollen Schadenersatz: Was kommt auf die Nutzer zu?

Gestern hatte ich die Möglichkeit, ein kurzes Interview mit dem Rechtsanwalt Tilman Winterling zu führen. Er vertritt die 36 Self Publisher im Zusammenhang mit dem Takedown der illegalen Plattform lul.to.

Hallo Tilman, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit nimmst, um mir einige Fragen zu beantworten. Kannst Du Dich bitte kurz vorstellen, in welcher Kanzlei arbeitest Du, und was ist Dein Spezialgebiet?

TW: Hallo! Ich arbeite als Rechtsanwalt in der Hamburger Medienrechtskanzlei Gutsch & Schlegel. Mein Fokus in der Beratung liegt auf Autoren, Verlagen, Fotografen und anderen Kreativen, das können dabei Fragen im klassischen Urheberrecht, als auch allen angrenzenden Rechtsgebieten sein, gerichtlich und außergerichtlich.

lul.to, die 2te – die Antwort der Self Publisher

Am 25. Juni berichtete ich über die Schließung des illegalen Downloadportals lul.to
Was hat sich seitdem getan? Sehr viel!

In den einschlägigen Foren wird natürlich weiterhin wild spekuliert und über die Urheber gelästert, was nicht unerwartet ist.
Aber es ist auch Besorgnis zu spüren. Die Nutzer dieser illegalen Seite befürchten, dass ihre Daten gespeichert wurden und/oder dass man ihnen durch ihre Bezahlmethode, es wurden Amazon-Gutscheine verwendet, auf die Spur kommen kann. Gleichzeitig wird argumentiert, dass die betroffenen Self Publisher sowieso nichts unternehmen würden, denn dies hätten sie in der Vergangenheit auch nicht. Diese Annahme erweist sich jedoch als Irrtum.

Lul.to – nach dem Takedown ertönt das Pfeifen im dunklen Wald

Am Mittwoch den 21 Juni 2017 wurde folgende Pressemeldung der Polizei Sachsen veröffentlicht:

Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens der Zentralstelle Cybercrime Bayern  bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg wurde durch das CyberCrimeCompetenceCenter (SN4C) des LKA Sachsen am 21. Juni 2017 die Domain www.LuL.to gesperrt. Gegen die Betreiber der Website, die unter dem Motto „Lesen und Lauschen“ für sich warb, laufen umfangreiche Ermittlungen. Gegen drei Beschuldigte konnten Haftbefehle vollzogen werden. Sie befinden sich in Untersuchungshaft. (…)
Link zur Meldung


Die Ermittler sprechen von 30.000 Nutzern, die sich illegale Inhalte von lul.to gesaugt haben. Diese Nutzerdaten werden zur Zeit ausgewertet.
Unter diesen Usern ist seit Bekanntwerden des Takedowns dieser Piratenseite, milde gesagt, Panik ausgebrochen. In den einschlägigen Foren spricht man sich gegenseitig Mut zu und argumentiert, dass ja doch nichts kommen würde, weil es sich a) um Bagetellen handeln würde und b) ma…