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Es werden Posts vom Juli, 2017 angezeigt.

Neue Entwicklung im Fall lul.to

Seit einigen Tagen geistert die Meldung durch die Medien, dass die Betreiber von lul.to identisch mit den Betreibern der Darknet-Plattform Hansa Market sind.

Eine Quelle wurde jedoch nicht angegeben, es wurde nur auf eine Pressemeldung von DPA verwiesen, außerdem wurde im Zusammenhang mit Hansa Market die Generalstaatsanwaltschaft in Franktfurt/Main genannt.

Ich habe mich daher schlau gemacht und dort angerufen.
Wie mir Oberstaatsanwalt Georg Ungefuk, der Pressesprecher der Zentralstelle zur Bekämpfung von Internetkriminalität, soeben bestätigte, stehen die Betreiber von lul.to tatsächlich unter Verdacht auch die Betreiber von Hansa Market gewesen zu sein – also Waffen und Drogen verkauft zu haben.

Dies zeigt, welche Dimensionen dieser Fall hat und auch welche kriminellen Strukturen dort am Wirken sind. 

Als Autorin frage ich mich, und das nicht zum ersten Mal, was User dazu treibt, ohne mit der Wimper zu zucken bei solchen Kriminellen ihre eBooks zu beziehen und gleichzeitig die Urheb…

Self Publisher wollen Schadenersatz: Was kommt auf die Nutzer zu?

Gestern hatte ich die Möglichkeit, ein kurzes Interview mit dem Rechtsanwalt Tilman Winterling zu führen. Er vertritt die 36 Self Publisher im Zusammenhang mit dem Takedown der illegalen Plattform lul.to.

Hallo Tilman, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit nimmst, um mir einige Fragen zu beantworten. Kannst Du Dich bitte kurz vorstellen, in welcher Kanzlei arbeitest Du, und was ist Dein Spezialgebiet?

TW: Hallo! Ich arbeite als Rechtsanwalt in der Hamburger Medienrechtskanzlei Gutsch & Schlegel. Mein Fokus in der Beratung liegt auf Autoren, Verlagen, Fotografen und anderen Kreativen, das können dabei Fragen im klassischen Urheberrecht, als auch allen angrenzenden Rechtsgebieten sein, gerichtlich und außergerichtlich.

lul.to, die 2te – die Antwort der Self Publisher

Am 25. Juni berichtete ich über die Schließung des illegalen Downloadportals lul.to
Was hat sich seitdem getan? Sehr viel!

In den einschlägigen Foren wird natürlich weiterhin wild spekuliert und über die Urheber gelästert, was nicht unerwartet ist.
Aber es ist auch Besorgnis zu spüren. Die Nutzer dieser illegalen Seite befürchten, dass ihre Daten gespeichert wurden und/oder dass man ihnen durch ihre Bezahlmethode, es wurden Amazon-Gutscheine verwendet, auf die Spur kommen kann. Gleichzeitig wird argumentiert, dass die betroffenen Self Publisher sowieso nichts unternehmen würden, denn dies hätten sie in der Vergangenheit auch nicht. Diese Annahme erweist sich jedoch als Irrtum.