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Die Sache mit den KDP-AGB, dem Melden und dem Warndreieck

Seit 2016 hat Amazon selbstpublizierenden Autoren eine mächtige Waffe in die Hand gegeben, um unliebsame Konkurrenz aus den Charts zu drängeln: Das Warndreieck.
Bereits im letzten Jahr wurde ein bekannter Top-10-Autor damit ausgebremst. Ausgebremst deshalb, weil die Leser ja nicht wissen, was tatsächlich an dem so markierten eBook fehlerhaft ist.

Fehlerhaft war in diesem Fall der Hinweis auf einen reduzierten Preis: "Aktionspreis nur 99 Cent". Viele Autoren und Leser werden jetzt ein"hä?" im Gesicht haben, schließlich sieht man diese Hinweise sehr oft und bei sehr vielen eBooks. Tatsächlich sind sie laut AGB verboten.

Bildquelle: Amazon.com
Was macht also Amazon um diese Richtlinie durchzusetzen? Wird der Kurztext nach Suchworten gescannt? Mitnichten. Man setzt auf das gute alte "verpetzen". Und ab und zu greift man dann exemplarisch hart durch – oder wurde in einem aktuellen Fall besonders intensiv gemeldet, weil es sich um eine erfolgreiche Autorin handelte, die mit ihrem neuen Titel bereits die Top 10 anpeilte? Man wird es vermutlich nie erfahren. Der Titel, um den es hier geht, wurde jedenfalls erfolgreich versenkt, da er mehrere für Tage aus dem Verkauf genommen worden war.

Nun gut, wird man sich sagen, wird jetzt also hart durchgegriffen, besser nichts riskieren.

Tatsächlich? Ein Blick in die Top 100 belehrt einen schnell eines Besseren. Da wird nicht regulierend eingegriffen, da wird für den Indie-Lesemonat freigeschaltet und die AGB sind nur noch Schall und Rauch.
Bildquelle: Amazon.de

Überhaupt ist dieses Büchlein ein Kuriosum, hat es doch noch einen großen Bruder. 

Bildquelle: Amazon.de
Und die Gemeinsamkeiten gehen sogar noch weiter: 
Bildquelle: Amazon.de
Bildquelle: Amazon.de

Und weil bekanntlich aller guten Dinge drei sind, kommt hier noch "Sebastian":

Bildquelle: Amazon.de
Aber vermutlich sind diese Übereinstimmungen nur Zufall. Oder aber "Sjard" führt ein Doppelleben als "Stefanie" und als "Sebastian". 
So genau wissen muss man das nicht, denn schließlich sind solche Preisangaben ja nicht gestattet und Autoren und Verlage, die sich nicht daran halten, werden ohne Warnung abgestraft und diese Screenshots, die ich heute gemacht habe, gibt es eigentlich gar nicht. 

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