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Autoren: zwischen Frustration und Selbstverwirklichung?

Als ich eben auf writingwoman Petra A. Bauers neuesten Blogpost las, hatte ich gleich mehrere Aha-Erlebnisse. Denn in meinem Autorenleben sind mir viele der angesprochenen Dinge auch schon begegnet: da ist dann etwas nicht Genre-Typisch genug, oder man hat gerade etwas ähnliches in USA eingekauft, was natürlich viel besser ist. Auch die Einstellung, dass Autoren mit Manuskripten in Vorleistung gehen sollen, wird mittlerweile immer häufiger verlautbart - da spielt es auch keine Rolle, dass man eine ganze Reihe Veröffentlichungen bei angesehenen Verlagen vorzuweisen hat. Null Risiko, lautet die Devise und die Zeiten, in denen sich Herausgeber für einen Text oder einen Autor stark machten, scheinen aus einer weit entfernten Zeit zu stammen. Was bleibt also, der Weg ins Self Publishing...? 

Ich könnte hier noch sehr viel mehr schreiben. Aber ich lass lieber Petra A. Bauer zu Wort kommen:

Machen Verlage die Autoren kaputt?

Schreiben & VeröffentlichenMachen Verlage die Autoren kaputt? Die Frage klingt ein bisschen provokant und so soll es ja auch sein. Ich hätte ebensogut fragen können: Machen Imprints die Autoren kaputt? Oder Machen Trends die Autoren kaputt? Und was meine ich überhaupt mit "kaputt"?
Zunächst einmal: Man setze zwei oder mehrere Autoren zusammen und sie beginnen zu klagen. Da nehme ich mich keinesfalls aus, denn es gibt ja auch genug zu jammern. Die einen lamentieren über die wachsende Welle der Selfpublisher - früher bei Print on Demand heute bei Ebooks, die ohnehin für manche Autoren das Ende der Welt bedeuten, während andere Kollegen es als Chance auf eine völlig neue (zusätzliche) Leserschaft sehen. Wir schimpfen über Verlage, die viel Geld für Buchveröffentlichungen von den Autoren verlangen und über Veranstalter, die kein Honorar für Lesungen zahlen wollen. Andere regen sich über Amazon (jetzt sowieso) und das Bewertungssystem auf. Ein sehr großer Teil der Autorenschaft schimpft aus diversen Gründe auf die Verlage.

Aber alle sind sich einig: Dieses Warten auf den nächsten Trend ist die Pest. 

Der Otto-Normalleser geht vermutlich noch immer davon aus, dass ein Schriftsteller eine Geschichte erzählen möchte, die einfach “raus” muss und mit diesem Manuskript dann einen Verlag sucht. Und wenn das Buch bei der Leserschaft gut angekommen ist, gibt es eine Fortsetzung oder ein weiteres, davon unabhängiges Buch. So war das früher mal, und bei manchen Autoren ist es auch heute noch so. Die Chance, dass es genau so läuft, ist allerdings bei kleinen Verlagen, die aus Idealismus gegründet werden, höher als bei den Publikumsverlagen, die sich den Gesetzen der Marktwirtschaft unterwerfen müssen. Denn dort wartet man schon lange nicht mehr auf eine gute, ungewöhnliche Geschichte, abseits von jedem Trend und jeder Schublade (auch da gibt es Ausnahmen, aber ich will ja hier von dem sprechen, was eher häufig passiert, also bitte ich auch im Folgenden die Verallgemeinerung zu entschuldigen). 
bitte HIER  weiterlesen.

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