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Tipp Nr. 2: Covergestaltung für eBooks

"Beurteile nie ein Buch nach seinem Einband" - jeder kennt diesen Spruch, aber stimmt er auch? Mitnichten. Menschen sind visuelle Wesen und das Cover ist nun mal das Erste, was uns bei einem Buch ins Auge fällt.
Ein Buch mit einem schlecht gemachten Titel bietet keinen Kaufanreiz. Für eBooks trifft dies ganz besonders zu. Da kann man nichts in die Hand nehmen und schnell den Klappentext lesen, sondern lässt meist eine endlose Liste winziger Cover über den Bildschirm rollen.
Was könnt ihr also tun, damit der Blick eines potentiellen Käufers gerade an eurem Cover hängen bleibt und er auf die Großansicht klickt? Gibt es Grundsätzliches, auf das ihr unbedingt achten solltet?

Diese Frage habe ich dem Illustrator und Grafiker Hanspeter Ludwig gestellt. Hier ist seine Antwort:

Prinzipiell gilt bei Print und E-Books, keine Typo-Wüste. Will heißen, zwei Schriften reichen i.d.R. Man muss nicht für jeden Satz oder jedes Wort einen neuen Font wählen, nur weil man sie hat. 
Details sind bei E-Books auch ein Problem.  


Da die Bilder nur in niedriger Auflösung verwendet werden, dürfen sie keine allzu kleinen Details im Bild selbst haben und die Typo darf eine gewisse Größe nicht unterschreiten. Glücklicherweise kann man das aber auf einem Monitor sehr gut überprüfen.

Das klingt einleuchtend. Von mir gibt es auch noch einen Tipp. Damit eure Titelbilder auch auf einem eReader gut rüberkommen, überprüft die Kontraste von Schrift und Motiv indem ihr euch euer Cover im Graustufen-Modus anschaut.


Und hier jetzt zwei Beispiele für die Arbeiten von Hanspeter Ludwig. Mehr davon findet ihr auf seiner Webseite
© evolver books, 2012
© Psychosozial-Verlag, 2010


Kommentare

Bettina Hennig hat gesagt…
Ein sehr interessanter Hinweis. Als Sachbuchautorin im Printbereich habe ich Erfahrung mit einem gut gestalteten Cover gemacht. Über den Titel zu meinem Buch "Der frühe Vogel kann mich mal" wurde, wie mir berichtet wurde, lange und ausführlich diskutiert, bis man sich auf die letztlich veröffentlichte Version geeinigt hat. Es kam eben bei allen Abteilungen vom Vertrieb über Lektorat bis zur Grafik sehr gut an. Und deshalb hat man sich letztlich für diese Version entschieden, obwohl die Grundfarbe Weiß ist. Grundsätzlich wird das vermieden, weil es schnell abgegriffen aussieht und es viele Rückläufer verursacht. Aber weil das Cover so gut ankam, hat man es genommen. Und das Urteil der Verlagsleute, die ja Erfahrung haben, war richtig. Ohne das tolle Cover wäre der Frühe Vogel nie in den Bestsellerlisten gelandet! Es ist ein Hingucker, der für einen Mitnahmeeffekt sorgt. Das ist gerade im Taschenbuchbereich sehr wichtig.
A.Zirm hat gesagt…
Das Auge ißt mit - sagt der Volksmund. Und oft genug, wie auch hier, stimmts. Und derart fachlich hinterlegt sowieso...

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